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EU-Richtlinie: Städte forcieren den elektronischen Behördengang
 
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E U - R i c h t l i n i e
9. Oktober 2007
14:26 Uhr
Städte forcieren den elektronischen Behördengang

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[mg]  Ab Ende 2009 sollen alle für die Aufnahme und Ausübung einer Dienstleistungstätigkeit erforderlichen Behördendienstleistungen in Deutschland auch elektronisch zur Verfügung stehen - so die Vorgaben aus Brüssel. Zur Umsetzung der ehrgeizigen EU-Dienstleistungsrichtlinie planen Länder und Gemeinden eine digitale Informationsoffensive: 88 Prozent der Gemeinden wollen für Unternehmen und Privatpersonen Online-Transaktionen über ein kommunales Internetportal ermöglichen. Fast neun von zehn Kommunen planen, für sämtliche Verwaltungsangelegenheiten eMail-Verfahren zu entwickeln. Das sind Ergebnisse der Studie Branchenkompass Public Services von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut. Die Studie wird am 30. Oktober 2007 von Fach- und Führungskräften auf dem diesjährigen PetersbergForum in Königswinter bei Bonn diskutiert.

   Neben dem zeitlich eng gesteckten Rahmen stellt die Änderung der Verwaltungsorganisation eine erhebliche Herausforderung für die Kommunen dar. Das angestrebte Prinzip eines einheitlichen Ansprechpartners beispielsweise, bei dem alle Fäden der administrativen Verfahren und Formalitäten zusammenlaufen, sorgt für Kopfzerbrechen. Die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie macht den Einsatz komplexer IT-Systeme erforderlich. Mit speziellen E-Government-Anwendungen sollen dabei bis Ende 2009 in erster Linie Gewerbeangelegenheiten und Fragen der Wirtschaftsförderung erfasst werden. Für Privatpersonen hingegen sind aktuelle Meldungen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Veranstaltungshinweise, Kulturprogramm) sowie das Ordnungs- und Meldewesen von zentraler Bedeutung.

   Der Umbau der öffentlichen Verwaltung soll zudem auch die Kommunikation mit ausländischen Dienstleistungsunternehmen verbessern helfen. So sieht die EU-Richtlinie beispielsweise vor, zukünftig Anfragen aus dem Ausland durch E-Government-Prozesse zu bearbeiten. Deshalb wollen sieben von zehn Kommunen ihren Internetbesuchern ein mehrsprachiges Portal anbieten. Immerhin eine knappe Mehrheit der Gemeinden (57 Prozent) plant, neuen Unternehmen am Standort einen Fallmanager zur Seite zu stellen, der den Verwaltungsaufwand erleichtert oder ganz abnimmt.

   Diese und weitere Auswirkungen der EU-Dienstleistungsrichtlinie diskutieren Fach- und Führungskräfte auf Einladung von Steria Mummert Consulting auf dem PetersbergForum 2007. Dabei werden aktuelle Fragestellungen rund um Organisation, Kommunikation und Sicherheit zwischen den verschiedenen Verwaltungsebenen und erste erfolgreiche Projektbeispiele erörtert.

Quelle: tele-fon.de

Externe Links zum Thema:
 •  Steria Mummert Consulting
 •  PetersbergForum 2007
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