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[mg] Mit dem Beschluss des Bundesrates am heutigen Freitag sollen die weißen Flecken auf der Breitband-Landkarte zukünftig mit den Frequenzen der so genannten Digitalen Dividende geschlossen werden. Der eco Verband weist darauf hin, dass Frequenzen allein dazu nicht ausreichen. Politische Rahmensetzungen sind notwendig, damit in der Fläche eine leistungsfähige Breitbandversorgung erreicht wird. Nur ein intensiver Wettbewerb der Anbieter garantiert eine wirtschaftliche Versorgung.
"Die neuen Frequenzen allein machen noch kein Breitband in der Fläche", sagt eco Geschäftsführer Harald A. Summa. "Bei aller Begeisterung für die frei gewordene Digitale Dividende muss man das Ziel im Auge behalten: Beim Nutzer muss so viel Bandbreite ankommen, wie es heute für moderne Internet-Anwendungen notwendig ist. Und das zu vernünftigen Konditionen." Klaus Landefeld, eco Vorstand Infrastruktur und Netze, ergänzt: "Wer die die Digitale Dividende nutzen darf, muss entsprechende Leistung bringen und die vorhandenen Lücken in der Versorgung tatsächlich schließen. Nur wenn dabei der Wettbewerb gewahrt wird, wird das den erhofften wirtschaftlichen Effekt für die unterversorgten Kommunen geben. Es muss deshalb einen diskriminierungsfreien Zugang zu den Accessprodukten für alle Marktteilnehmer geben."
Bis 2010 sollen laut Breitbandstrategie der Bundesregierung flächendeckend leistungsfähige Breitbandanschlüsse verfügbar sein. Allein mit den Frequenzen aus dem Mobilfunk ist das aus Sicht von eco nicht zu erreichen. "Für den schnellen Ausbau des ländlichen Bereichs ist es förderlich, regionale Internet-Anbieter zum Zuge kommen zu lassen. Dort sind Expertise und Technologien sofort verfügbar. Der per Funk erzeugte Datenverkehr muss am Ende durch die Anbieter doch mit leitungsgebundenen Breitbandlösungen abtransportiert werden", erläutert Summa.
Bei eco wurde das Thema im Arbeitskreis WLAN diskutiert. Arbeitskreisleiter und Fachbereichsleiter E-Business des eco, Markus Schaffrin, meint: "Auch wenn hier die Meinungen teilweise auseinandergehen, sollten wir das Ziel im Blick haben, und das ist flächendeckendes Breitband-Internet. Es geht hier um schnelle, praktikable Lösungen."
Vodafone hingegen begrüßte den Beschluss des Bundesrates. Schnelle Internetzugänge der neuesten Generation sind sowohl für ländliche Gebiete als auch für die Städte ein strategisch wichtiger Faktor für den Standort Deutschland und für die Lebensqualität der Bürger im Zeitalter der Digitalisierung.
Friedrich Joussen, CEO Vodafone Deutschland und Arcor AG: "Schnelles Internet für alle heißt Zukunft für alle. Der Beschluss des Bundesrates zur Freigabe der sogenannten Digitalen Dividende ist ein wichtiger Meilenstein. Wir stehen in den Startlöchern, das ambitionierte und richtige Ziel der Bundesregierung zur flächendeckenden Breitband-Versorgung bis Ende 2010 zu erreichen."
Jetzt ist es entscheidend, dass die Bundesnetzagentur noch in diesem Jahr die Frequenzen in mehreren bundesweiten Lizenzpaketen versteigert. Vodafone will dann 2010 in den ländlichen Gebieten die neue Mobilfunktechnik LTE aufbauen, die für den Kunden im ersten Schritt bis zu fünf Megabit pro Sekunde bietet. Im Breitbandkapitel des Konjunkturpakets hat die Bundesregierung bis Ende 2010 eine flächendeckende Versorgung mit einem Megabit pro Sekunde als Ziel formuliert.
Quelle: tele-fon.de