[mg] DSL-Komplettanschlüsse mit Internet- und Telefonie-Flatrate sind eine günstige Kommunikationslösung für private Haushalte und für viele Verbraucher eine preiswerte Alternative zu separaten Telefon- und Internetanschlüssen. Doch mit der ersten Rechnung stellt sich oft Ernüchterung ein. Der Grund: Die klassische Telefon-Flatrate bietet meist nur kostenlose Gespräche in das deutsche Festnetz.
Bei Handy- oder Auslands-Gesprächen verlangen die Anbieter zum Teil deutlich überzogene Preise - beispielsweise bis zu rund dreißig Cent pro Minute für Mobil-Gespräche oder 120 Cent pro Minute für ein Telefonat nach Südafrika. Für den Verbraucher kann dies teuer werden, da die meisten Anbieter von DSL-Komplettanschlüssen die günstigen Call-by-Call-Vorwahlen nicht anbieten. Der weniger erfahrene Kunde sitzt damit schnell in der vermeintlichen Kostenfalle. Das berichtet TecChannel, das deutsche Webzine für IT-Experten, in einem aktuellen Beitrag.
Wer trotz Telefon-Flatrate die teuren Tarife umgehen will, für den sind unabhängige VoIP-Anbieter und Callingcards bzw. Callthrough-Anbieter eine preiswerte und einfach zu verwendende Alternative. Auslandsgespräche sind dann wieder für einige Cent pro Minute möglich, Mobil-Gespräche bleiben bei rund zehn Cent pro Minute im erträglichen Rahmen. Erfreulicherweise verlangen solche Dienstleister wie zum Beispiel sipgate oder Bellshare weder eine Einrichtungsgebühr noch eine monatliche Grundgebühr. Ist der Account einmal angelegt und der DSL-Router entsprechend konfiguriert, müssen Anwender sich um nichts mehr kümmern - Gespräche in das Festnetz laufen über die Flatrate, der Rest über das weitaus günstigere VoIP-Angebot. Entscheidet man sich für einen Callthrough-Anbieter, so wird es etwas komplizierter. Anbieter wie beispielsweise One.Tel oder auch Unicall bieten weltweite Telefonate meist über eine Servicenummer an. Man wählt also eine 0180-1 (3,9 Ct/Min.), 0180-3 (9 Ct/Min.) oder 0180-5-Nummer (14 Ct/Min.) gefolgt von dem anzurufenden Anschluss. In der Regel wird man gleich durchgestellt. Die Abrechnung erfolgt auch hier über die eigene Telefonrechnung. Zu beachten ist jedoch, dass Sondernummern (zu denen die 0180er-Gasse gehört) auch wirklich zu den oben genannten Konditionen abgerechnet werden. Zu beachten ist allerdings auch, dass der Gebührenzähler sofort nach dem automatischen Abheben durch den Callthrough-Computer zu zählen beginnt.
Kann man Servicenummern nicht zu den Standardkonditionen anrufen (z.B. vom Handy aus), helfen nur noch Callingcard- oder Callback-Anbieter, bei denen ein zuvor vorausbezahltes Guthaben mittels Rückruf oder Einwahl zu Festnetzkosten abtelefoniert werden kann. Ein preiswerter Anbieter ist hier beispielsweise PCI Callthrough.
Quelle: tele-fon.de