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Deutsche Telekom: Vermehrt UMTS statt Festnetz im Breitbandausbau
 
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D e u t s c h e   T e l e k o m
12. Januar 2010
13:20 Uhr
Vermehrt UMTS statt Festnetz im Breitbandausbau

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[mg]  Die Deutsche Telekom will mehr Kommunen Breitbandanbindungen ermöglichen. Das teilte der Bonner Konzern im Rahmen einer Presseinformation mit. Die Telekom hat im vergangenen Jahr bundesweit 720 Kooperationen mit Kommunen für den Breitbandausbau vereinbart. Weitere 50 Verträge liegen derzeit noch zur Unterschrift bei Gemeinden vor. Durch die Kooperationen sowie Kapazitätserweiterungen und Regelausbau können rund 300.000 Haushalte zusätzlich schnelle Internetanschlüsse nutzen.

   Auch bedingt durch die Förderprogramme des Bundes und der Länder ist das Interesse der Gemeinden am Breitbandinternet weiterhin sehr hoch: Allein bei der Deutschen Telekom gab es 2009 rund 9.000 konkrete Anfragen. "Wir werden auch 2010 weiter gezielt in ländliche Gebiete investieren und planen, ähnlich viele Kooperationen zu vereinbaren wie im Vorjahr", betont Niek Jan van Damme, Vorstand Deutschland der Deutschen Telekom. Van Damme: "Wir halten unsere Zusagen und unterstützen das Ziel der Bundesregierung, den Breitbandausbau in Deutschland weiter zu forcieren." Allerdings könne die der Konzern bei einem Marktanteil von nur noch rund 50 Prozent nicht alleine 100 Prozent des Netzes ausbauen, heißt es in der Pressemitteilung. Die Deutsche Telekom begrüße deshalb, wenn auch Wettbewerber ihre Anstrengungen verstärken.

   Um mehr Gemeinden Breitbandanbindungen zu ermöglichen, setzt der Konzern in Zukunft zudem verstärkt auf einen kombinierten Technologieansatz: "Wo der Ausbau über Festnetz zu teuer ist, prüfen wir Mobilfunk- oder Richtfunklösungen, um den Bürgern über alternative Technologien schnelle Internetanbindungen bieten zu können", erläutert Ulrich Adams, Vorstandsbeauftragter für den Breitbandausbau in Deutschland. So sind über HSPA im Mobilfunk Übertragungsraten von bis zu 7,2 Mbit/s möglich.

   Insgesamt hat die Deutsche Telekom bereits mehr als 1.200 Kooperationen vereinbart. Damit setzt sich der Bonner Konzern dafür ein, dass die digitale Spaltung zwischen Ballungsräumen und ländlichen Gebieten verhindert wird. Wo der Breitbandausbau aufgrund niedriger Kundenpotenziale und hoher Ausbaukosten mit Verlusten verbunden wäre, macht der Konzern den Gemeinden ein Beteiligungsangebot. Die Kommunen können sich dann auf unterschiedliche Weise am Ausbau beteiligen und so die Kostenlücke decken: Beispielsweise indem sie eventuell vorhandene Kabelkanalanlagen oder Leerrohre zur Verfügung stellen oder die nötigen Tiefbaumaßnahmen übernehmen. Alternativ sind finanzielle Zuschüsse möglich. Haupttreiber der Kosten sind die Tiefbauarbeiten, die bis zu 50.000 Euro pro Kilometer betragen.

   Die Deutsche Telekom hat laut eigenen Angaben seit 1999 rund zehn Milliarden Euro in die moderne Breitbandinfrastruktur investiert. Rund 96 Prozent ihrer Kunden können über das Festnetz Übertragungsraten von mindestens 384 Kbit/s nutzen. 50 Städte hat die Deutsche Telekom mit VDSL ausgestattet, was Übertragungsraten von bis zu 50 Mbit/s ermöglicht. Der Konzern investiert auch in eine Bandbreitenerhöhung des klassischen DSL auf bis zu 16 MBit/s. Mehr als 1.000 Städte wurden mit der Technologie ADSL2+ aufgerüstet.

   Laut Jahresbericht der Bundesnetzagentur nutzen inzwischen 60 Prozent der Haushalte in Deutschland einen Breitbandanschluss - das ist deutlich mehr als in anderen Flächenländern der EU. Im ersten Halbjahr 2009 gab es insgesamt 24,1 Millionen Breitbandanschlüsse. Davon waren gut 91 Prozent DSL-Anschlüsse.

Quelle: tele-fon.de

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