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S t u d i e
17. März 2010
13:41 Uhr
Deutscher Telefon- und Internet-Markt weiter hart umkämpft

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[mg]  Die Deutschen müssen sich auf einen harten Konkurrenzkampf in der lokalen Telekommunikations-Branche gefasst machen. Zu diesem Ergebnis kommt die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in der Studie "M&A Insights - Telecoms Sector 2010". Insbesondere der harte Wettbewerb zwischen den Festnetzbetreibern und Kabelgesellschaften, die um Telefon-, Internet- und Fernsehkunden gleichermaßen konkurrieren, dürfte zu weiteren Übernahmen und Fusionen führen.

   "Der deutsche Festnetzmarkt ist im Vergleich zu dem anderer Länder Westeuropas fragmentiert. Neben den großen, integrierten Netzbetreibern gibt es auch kommunale Telefongesellschaften und die regional aktiven Kabelgesellschaften. Zwar ist aus wettbewerbsrechtlichen Gründen in naher Zukunft nicht mit einem Zusammenschluss aller Kabelgesellschaften zu einem bundesweiten Anbieter zu rechnen, dennoch wird es weitere Eigentümerwechsel geben", kommentiert Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC. Bereits angekündigt ist der Teil-Börsengang von Kabel Deutschland, der dem Finanzinvestor Providence einen Erlös von bis zu 880 Millionen Euro einbringen könnte.

   Im Jahr 2009 war die Übernahme der Kabelgesellschaft Unitymedia durch den Investmentfonds Liberty Global für 3,5 Milliarden Euro die mit Abstand größte Transaktion in Deutschland und der gesamten EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten, Afrika). Weitere wichtige Transaktionen unter deutscher Beteiligung waren die Übernahme von HanseNet ("Alice") durch die spanische Telefónica für 900 Millionen Euro und der Erwerb einer fünfprozentigen Beteiligung an der griechischen Gesellschaft Hellenic Telecoms, für die die Deutsche Telekom 674 Millionen Euro bezahlte.

   Insgesamt stieg das Volumen der veröffentlichte Kapitalbeteiligungen, Übernahmen und Fusionen in Deutschland leicht auf 5,7 Milliarden Euro (2008: 5,6 Milliarden Euro). Ohne die Übernahme von Unitymedia wäre der Transaktionswert jedoch dem europäischen Trend folgend stark gesunken. In der EMEA-Region brach das M&A-Volumen gegenüber 2008 um 55 Prozent auf rund 22,7 Milliarden Euro ein.

   Die annähernd erreichte Sättigung der etablierten europäischen Märkte lässt die Telekommunikationsbranche besonders nach Wachstumschancen in Osteuropa sowie in Afrika suchen. Als Basis für die Erschließung der oft noch unterentwickelten Telekommunikationsmärkte der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) dürfte Russland auch in Zukunft attraktiv bleiben.

   Ein überdurchschnittliches Wachstum erwartet die Branche auch für Afrika. Vor allem in Südafrika, wo die Netz-Infrastruktur vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 stark verbessert wurde, dürfte die Nachfrage nach Telefon- und Internetdienstleistungen weiter steigen.

   "Doch auch die Konsolidierung innerhalb Europas wird weitergehen. So können die Mobilfunkgesellschaften durch die teilweise Zusammenlegung ihrer Netze erhebliche Betriebs- und Investitionskosten sparen. Auch Kooperationen bei der Umstellung des Festnetzes auf Glasfaserkabel sind sinnvoll", erläutert Ballhaus.

Quelle: tele-fon.de

Externe Links zum Thema:
 •  Anbieter: Deutsche Telekom
 •  Anbieter: Kabel Deutschland
 •  Anbieter: Unitymedia
 •  PricewaterhouseCoopers
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