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[mg] Voice-over-IP hat sich als Nachfolgetechnologie der Festnetz-Telefonie durchgesetzt. Bis 2012 stellt auch die Deutsche Telekom ihr Netz vollständig auf IP um. Internet wie auch Telefonie werden dann über den Breitbandanschluss geliefert. Das Festnetz wird infolgedessen sukzessive abgeschaltet. Via DSL und Kabel-Internet ersetzen aktuell bereits über zehn Millionen Nutzer ihren Festnetz- durch einen VoIP-Anschluss. sipgate erklärt, weshalb sich für die verbleibenden 26 Millionen Festnetz-Kunden der Telekom schon jetzt ein Umstieg lohnt und warum die auf den Festnetz- folgenden NGN-Anschlüsse keine VoIP-Vorteile bieten.
VoIP nutzt den Breitbandanschluss und befreit Kunden so von der Festnetz-Grundgebühr. Mithilfe eines grundgebührfreien VoIP-Tarifs wie ihn beipielsweise sipgate oder bellSIP anbieten, sparen Telekom-Standardkunden (Call Start oder Call Basic) damit jährlich 215 bzw. 239 Euro ein. Gleiches bei Flatrate-Angeboten: Kostet der mit einer Deutschland-Flatrate versehene Telekom-Tarif Call-Comfort 29,95 EUR/Monat, erhalten z.B. sipgate Kunden für 8,90 Euro/Monat eine EU-weite Festnetz-Flatrate.
Die sukzessive Abschaltung des Festnetzes wird laut dem VoIP-Anbieter sipgate auch das Ende von ISDN beinhalten. VoIP bietet entsprechende Produkte, die preislich zudem deutlich preiswerter liegen. So kostet der Telekom-ISDN-Einsteigertarif 25,95 Euro/Monat, ein vergleichbarer Tarif von sipgate lediglich 3,90 Euro/Monat. Im Preis enthalten sind Anrufbeantworter, Fax sowie SMS-Funktionen. Bei Telefonaten lässt sich zudem einiges einsparen.
26,5 Millionen Haushalte in Deutschland verfügen aktuell über einen Breitbandanschluss und können damit zu VoIP wechseln. Anders als der Festnetzanschluss ist VoIP sowohl lokal als auch mobil nutzbar. Zuhause wird das Telefon mit Anschluss an den Router VoIP-fähig. Unterwegs können Smartphone-Besitzer per VoIP via WLAN und UMTS telefonieren. Teure Mobilfunkanrufe sowie Roamingkosten im Ausland sind damit Vergangenheit. Für PCs, Note- und Netbooks sind sogenannte Softphones (Telefon-Software) kostenlos verfügbar.
Next Generation Network (NGN), worauf auch Anbieter wie 1&1, Alice & Co. setzen und die Telekom künftig verstärkt setzen wird, bietet zwar moderne Netztechnik, führt preislich jedoch alte Festnetz-Traditionen fort. NGN-Kunden werden trotz Wegfall des Festnetzes weiterhin die Telefongrundgebühr zahlen müssen. Aufgrund separater Mobilfunkangebote der Netzbetreiber wird ebenfalls die bei VoIP vorteilhafte mobile Nutzung wohl nicht zum NGN-Service gehören. Telekom-Kunden sind im Ausland damit weiterhin teuren Roamingkosten ausgesetzt. Als Empfehlung gilt daher: Wenn möglich auch künftig auf reine DSL- oder Kabel-Internet-Anschlüsse sowie VoIP-Provider zurückzugreifen um die Kosten für Telekommunikation zu senken.
Quelle: tele-fon.de