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[mg] Der ärztliche Bereitschaftsdienst erhält ab Januar 2011 eine bundesweit einheitliche und kostenlose Rufnummer. Die Bundesnetzagentur teilte der Vereinigung die Nummer 116 117 zu. Die Nummer kann ab dem kommenden Jahr sowohl vom Festnetz als auch aus den deutschen Mobilfunknetzen ohne Kosten angerufen werden.
Gleichzeitig weist die kassenärztliche Vereinigung - der Betreiber der Rufnummer - darauf hin, dass man das neue Angebot nicht mit der europaweiten Notrufnummer 112 verwechseln sollte. Die Notfallnummer sei dafür da, bei lebensbedrohlichen Fällen schnell Hilfe zu erhalten. Die 116 117 hingegen vermittelt außerhalb der ärztlichen Sprechzeiten die Patienten an einen Arzt in der Nähe des aktuellen Aufenthaltsortes. So soll sichergestellt werden, dass auch abends, nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen stets ein passender Arzt konsultiert werden kann.
Die Idee einer einheitlichen Nummer entstand in Brandenburg. Hans-Joachim Helming, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), erklärt, dass die Vielfalt von Telefonnummern für Ärztliche Bereitschaftsdienste für die Patienten oft verwirrend sei. Viele Gemeinden hatten eigene Nummern, die sich niemand merken konnte. Aus diesem Grund ging man zu einer Vereinheitlichung der Telefonnummer über.
Ziel ist, dass die Telefonnummer 116 117 zukünftig in der gesamten EU gilt. Doch die Durchführung liegt im Ermessen jedes einzelnen Landes. Bereits 2007 wurde diese Idee der EU vorgestellt. In Deutschland trägt der Bund die Kosten für die Einführung der neuen Telefonnummer.
Quelle: tele-fon.de