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Newsletter 07/2010
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Aktuell: FonTipp: 1.710 - webLCR: 5.0.3
Herzlich willkommen zum tele-fon.de Newsletter!
Nicht nur der neue Bundespräsident steht nun endgültig
fest, sondern auch das lang gehegte Geheimnis um den
Tablet-PC von 1&1 ist gelüftet. Als iPad-Konkurrenz gibt es
das Gerät ab sofort für DSL-Neukunden sogar gratis.
Alles andere als gratis sind oft viele Warteschleifen
bei Firmen-Hotlines. Forderungen, die Wartezeit dort
kostenlos zu stellen würden sicherlich zahlreiche
Verbraucher freuen.
Freuen kann man sich bestimmt über die schönste Zeit
des Jahres. Die Urlaubszeit. Dort darf das mobile Telefon
natürlich auch nicht fehlen. Ob in den Bergen oder am
Meer, das Handy ist und bleibt stets dabei.
Um so schöner, wenn nun die Preise im EU-Ausland erneut
sinken und man zudem vor überhöhten Daten-Preisen
im Ausland sicher ist.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen der tele-fon.de-News.
Sollten Sie Fragen, Hinweise, Kritiken oder Lob für
uns/unsere Dienstleistungen haben, können Sie diese
gerne an info@tele-fon.de richten.
Ihr tele-fon.de Team
Neuigkeiten aus dem Telekommunikations-Markt
1. 1&1: iPad-Konkurrenz SmartPad und All-Net- sowie Daten-Flats vorgestellt
2. Sparen beim Telefonieren & Surfen, bei Energie und Kfz-Versicherung
3. easybell: Neue Call-by-Call-Vorwahl 01 00 10 mit günstigen Auslandspreisen
4. EU: Das Ende der Schockrechnungen beim Daten-Roaming
5. Studie: Telefon-Warteschleife gegen Geld ist ein Auslaufmodell
6. Primacom: Trotz Insolvenz weitere Investitionen in Sachsen
7. mobook: HSPA-Flatrate mit bis zu 14,4 MBit/s Downstream für 40 Euro
8. Sat1: UMTS-Webstick mit 500 MB-Pauschale für 9,99 Euro
9. Studie: Nur wenige machen Sicherungskopie von Handy-Inhalten
10. freenet: Mobiler Postpaidtarif mit günstigem Internetzugang gestartet
11. Tipp: Bei Bergausflügen gehört das Handy ins Gepäck
1. 1&1: iPad-Konkurrenz SmartPad und All-Net- sowie Daten-Flats vorgestellt
Der Internetanbieter 1&1 stellt seine Konkurrenz des iPads
vor. Unter dem Namen SmartPad wird ab 1. Juli das Gerät bei
Bedarf ohne Zusatzkosten an DSL-Neukunden abgegeben. Ebenfalls
neu sind verschiedene Telefon- und Datenflatrates für das
Handy. Die Preise sind sehr interessante und teils deutlich
günstiger als vergleichbare Konkurrenzangebote. Alle
Flatrates lassen sich auch ohne lange Vertragslaufzeit buchen.
Mit dem SmartPad bringt 1&1 einen Tablet-PC im
Taschenbuchformat auf den Markt. Der 18 cm (7 Zoll) große
LCD-Touch-Screen des Geräts bietet eine individuell
gestaltbare Oberfläche und lässt sich per Fingerdruck
bedienen. Für das eingesetzte Android-Betriebssystem stehen
im 1&1 Store verschiedene Programme (Apps) zur
Verfügung, die auf das SmartPad heruntergeladen werden
können. Besonders beliebte Programme wie ein E-Book-Reader
oder der Wetterbericht sind als Widgets bereits vorbelegt. Den
Android Market, eine Plattform für Apps von Google, kann
man über das Gerät allerdings nicht nutzen. Lediglich
der hauseigene 1&1 Market wird unterstützt.
Die Kontaktaufnahme mit der Außenwelt erfolgt per WLAN im
schnellen N-Standard über das heimische DSL-Netzwerk.
Optional kann das SmartPad mit einem USB-Surf-Stick auch
unterwegs betrieben werden. Ein passender Mobilfunk-Tarif ist
auf Wunsch beim 1&1 DSL-Paket kostenfrei dabei. Damit
lässt sich drei Monate lang umsonst surfen. Danach fallen
1,99 Euro pro Tag an, wobei je Monat bereits ein kostenfreier
Tag enthalten ist. Alternativ kann eine Flatrate für den
ganzen Monat für 9,99 Euro gewählt werden.
Neben den Internet-Funktionen verfügt der Tablet-PC
über eine Reihe von Zusatz-Funktionen. So steht
beispielsweise ein vollwertiger Music-Player zur Verfügung.
Direkt auf dem Tablet-PC kann jederzeit der gewünschte
Titel aus dem Internet, von der integrierten Speicherkarte oder
auch vom persönlichen 1&1 Online-Speicher abgespielt
werden. Noch komfortabler wird der Musikgenuss durch eine
spezielle Docking-Station, die per Fernbedienung bedient werden
kann und mit einem Subwoofer ausgestattet ist. Sie ist zum
Aufpreis von 29,99 Euro erhältlich.
Der handliche Tablet-PC verfügt außerdem über die
Funktion eines digitalen Bilderrahmens und kann Videos
abspielen. Der integrierte SD-Karten-Slot, der bereits mit einer
2 GB-großen SD-Karte ausgestattet ist, und der
USB-Anschluss ermöglichen zudem komfortablen
Medienaustausch, beispielsweise mit einer Digitalkamera.
Zudem ist das Gerät eine Multi-Media-Zentrale zur Steuerung
des 1&1 HomeNets. Damit sind alle 1&1 Geräte und
ihre Funktionen über das SmartPad bedienbar. Per
Fingerdruck lässt sich Musik auf der Stereoanlage
abspielen, ein Blockbuster auf dem maxdome mediaCenter starten
und Bilder oder Kontakte verwalten. Außerdem sind das
1&1 Control-Center und die Schaltzentrale des HomeServers
über Buttons bequem erreichbar.
Ab 1. Juli ist das SmartPad zusammen mit dem Tarif 1&1
Doppel-Flat 16.000 für null Euro erhältlich. Der
monatliche Grundpreis der 1&1 Doppel-Flat 16.000
beträgt die ersten 24 Monate unverändert 29,99 Euro
und anschließend 34,99 Euro. Für Bestandskunden wird
das SmartPad ab Mitte Juli für 299 Euro ebenfalls
verfügbar sein. Im Vergleich zum iPad von Apple kostet das
SmartPad damit nur rund die Hälfte - ein durchaus guter
Preis.
Technisch beinhaltet das SmartPad ein Touchscreen mit einer
Auflösung von 800 x 480 Pixel. Verbaut ist zudem ein
ARM-Prozessor mit 500 MHz, 256 MB RAM sowie ein Flash-Speicher
von 1 GB. Mit 196,6 x 130 x 22 Millimeter und einem Gewicht von
470 Gramm ist das Gerät nur bedingt handlich. Der
integrierte Akku hat eine Kapazität von 2 500 mAh und soll
bei normalem Gebrauch einen Tag lang halten.
Neue All-Net- und mobile Daten-Flatrates
Ebenfalls ab dem 1. Juli bietet 1&1 eine Mobilfunk-Flatrate
in alle deutschen Fest- und Mobilfunknetze sowie eine
mobile Internet-Flat an. Die 1&1 All-Net-Flat ist für
29,95 Euro im Monat und die 1&1 Internet-Flat für 9,95
Euro pro Monat erhältlich. Wer seine Rufnummer zu 1&1
portieren möchte, wird zudem mit einem Wechselbonus von 25
Euro empfangen.
Das neue Angebot ist wahlweise mit oder ohne Laufzeit bestellbar.
Die Mailboxabfrage ist kostenfrei, für SMS fallen stets 9,9
Cent an. Bei Verträgen mit 24 Monaten Vertragslaufzeit sind
dazu passende Smartphones erhältlich, die oft schon
für 0 Euro inklusive sind. Darunter findet sich das
brandneue HTC Wildfire mit Android 2.1 Betriebssystem. Ebenfalls
ohne Aufpreis bei 24 Monaten Laufzeit sind das LG GD510 Pop, das
Nokia C5 sowie das Nokia 5230 Navi im Angebot. Weitere
Geräte, wie beispielsweise das aktuelle Samsung Flaggschiff
Galaxy I9000 oder der eMail-Profi Blackberry 8520, sind zu einem
subventionierten Preis verfügbar.
Nutzer, die mobil lieber mit dem Laptop als mit dem Smartphone
surfen, werden ebenfalls im neuen Mobile-Angebot fündig.
Denn mit der neuen 1&1 Notebook-Flat erhalten sie für
9,99 Euro im Monat eine HSDPA-Surf-Flat, die 1 GB Datenvolumen
mit bis zu 7.200 kBit/s Geschwindigkeit bietet. Wird das
Datenvolumen überschritten, wird die Bandbreite für
den Rest des Monats auf 64 kBit/s reduziert. Alternativ gibt es
die 1&1 Notebook-Flat XL für 19,99 Euro im Monat mit
fünf Gigabyte HSDPA-Volumen. Beide Angebote können je
nach Wunsch mit oder ohne Vertragslaufzeit gebucht werden. Wer
sich für 24 Monate Laufzeit entscheidet, spart die
Einrichtungsgebühr in Höhe von 29,90 Euro und
erhält einen USB-Surf-Stick für null Euro dazu.
Optional kann zur 1&1 Notebook-Flat eine Speed-Option
für das Highspeed-Surfen mit einer Bandbreite von bis zu
14.400 kBit/s gewählt werden, die in den ersten zwölf
Monaten völlig kostenfrei ist. Erst ab dem 13. Monat fallen
dafür 9,99 Euro monatlich an. Die schnelle
Datenübertragung wird aktuell jedoch nur in einigen wenigen
Ballungszentren angeboten.
Sämtliche Mobilfunkangebote bei 1&1 werden im deutschen
Vodafone-Netz abgewickelt. Alle neuen Mobilfunkangebote
enthalten zusätzlich einen 10 GB-großen Online-Speicher zur
Datenablage sowie 50 eMail-Adressen.
Bestandskunden, die schon länger einen 1&1 Mobile-Tarif
nutzen, werden in Kürze eine Wechselmöglichkeit in die
neuen Angebote erhalten.
>> Adresse: http://www.tele-fon.de/anbieter/1und1/?id=NL
2. Sparen beim Telefonieren & Surfen, bei Energie und Kfz-Versicherung
Cheabit Media, das Unternehmen hinter tele-fon.de, ist
stets bemüht, Sie über die aktuellsten Tarife im Telekommunikations-
Markt zu informieren. - Damit aber nicht genug.
Auch in den Bereichen Energie und Versicherung kann man einiges
an Geld einsparen. Vorausgesetzt man ist gut informiert.
Nachfolgend ein Überblick zu unseren weiteren kostenlosen
Diensten, die Ihnen helfen, schnell und effizient Geld zu sparen.
Telefon: Die günstigsten Telefontarife finden Sie bei
tele-fon.de.
Windows-Nutzern empfehlen wir das kostenlose Programm FonTipp.
Es zeigt automatisch die preiswertesten Tarife auf dem PC an.
Wer lieber das eMail-Medium vorzieht, ist mit der dialNOW-Tarifliste
gut beraten, die täglich aktualisiert und kostenlos verschickt wird.
>> Adresse: http://www.tele-fon.de/
>> Adresse: http://www.FonTipp.de/
>> Adresse: http://www.dialNOW.de/
Internet: Sie suchen den für Sie günstigsten DSL- oder
Kabel-Anbieter?
Kein Problem. Unsere Übersichtsliste vergleicht die wichtigsten
Angebote mit einander. Eine Auswahl erfolgt so schnell und bequem.
Sie können/wollen kein DSL/Kabel? - Dann ist das Windows-Programm
webLCR etwas für Sie. Der Least-Cost-Router wählt ihr
analog/ISDN-Modem
zum jeweils günstigsten Tarif ins Internet ein; mit nur einem Klick.
>> Adresse: http://www.tele-fon.de/vergleich/dsl/flatrate.html?id=NL
>> Adresse: http://www.webLCR.de/
Energie: Kräftig sparen lässt es sich auch bei
Energieversorgern.
Ob Stromanbieter oder Gasanbieter. Mit dem richtigen Tarif lassen
sich
jährlich schnell einige Hundert Euro einsparen. Wir vergleichen über
über 14.800 Energie-Tarife für Sie. Der Wechsel kann online
erfolgen - und das innerhalb von nur 5 Minuten. Bequem und einfach.
>> Adresse: http://www.stromvergleiche.de/?id=NL
>> Adresse: http://www.gasvergleiche.eu/?id=NL
+ + NEU + + NEU + + NEU + + NEU + + NEU + + NEU + + NEU + + NEU + +
Kfz-Versicherung: Mit über 140 Einzeltarifen bieten wir einen
der umfangreichsten und objektiven Tarif-Rechner auf dem deutschen
Markt. Bei der Autoversicherung zu sparen heißt nicht, bei den
Leistungen Abstriche machen zu müssen. Wir geben Tipps und Hinweise
wie man für wenig Geld einen leistungsstarken Tarif erhält.
Probieren Sie es aus. Einsparungen von bis zu 500 Euro/Jahr sind
möglich.
>> Adresse: http://www.kfz-billiger-versichern.de/?id=NL
3. easybell: Neue Call-by-Call-Vorwahl 01 00 10 mit günstigen Auslandspreisen
Ab sofort startet der Potsdamer Telekommunikationsanbieter
easybell einen eigenen Call-by-Call-Dienst unter der
sechsstelligen Netzvorwahl 01 00 10. Eine Anmeldung gibt es
nicht und alle Telefonate werden minutengenau über die
Rechnung der Telekom abgerechnet. Positiv ist die kostenlose
Preisansage vor jedem Gespräch.
Die Inlandstarife liegen zum Start mit 1,59 Ct/Min. rund um die
Uhr eher im Mittelfeld. Die nationalen Mobilfunknetze sind
einheitlich zum Preis von 7,90 Ct/Min. zu erreichen. Auch hier
erreicht easybell einen guten Platz - wenn auch nicht den
Günstigsten. Bis zum 30. Juli 2010 garantiert easybell
zudem, dass die Minutenkosten nach Belgien, Deutschland,
Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg,
Malta, Niederlande, Portugal, Slowakische Republik, Slowenien,
Spanien, Österreich und Zypern bei Festnetzgesprächen
nicht mehr als 1,59 Cent betragen. Auch eine Minute für
Mobilfunkgespräche dieser Netze kosten maximal 7,9 Cent.
Ausgenommen von der Preisgarantie sind die französischen
Übersee-Departements sowie Kleinstaaten wie Vatikan, San
Marino oder Monaco.
Für Verbindungen zu ausgewählten Destinationen wie
beispielweise China, Indien, Kanada oder die USA fallen pro
Minute 2,9 Cent an. Dieser Preis gilt gleichermaßen in die
dortigen Fest- sowie in die jeweiligen Mobilnetze rund um die
Uhr. Das einheitliche Tarifkonzept für Festnetz- und
Mobilfunkziele besteht auch für exotischere Staaten. So
sind selbst Länder wie Bhutan, Ghana oder Honduras aktuell
für jeweils 9,8 Cent pro Minute zu erreichen. - Diese
Preisgarantie gilt allerdings nur bis 30. September 2010.
Um den Call-by-Call-Dienst von easybell nutzen zu können,
muss lediglich die 010010 vor dem Telefonat gewählt werden.
Ortsgespräche bietet easybell derzeit allerdings nicht an.
>> Adresse: http://www.tele-fon.de/anbieter/easybell/
4. EU: Das Ende der Schockrechnungen beim Daten-Roaming
Pünktlich zur Ferienzeit schützt die EU Reisende vor
Schockrechnungen beim mobilen Internet-Surfen im
europäischen Ausland. Vom 1. Juli an können Touristen
und Geschäftsleute mit ihrem Handy in anderen
EU-Ländern im Web surfen, Filme abrufen oder Fotos
verschicken, ohne überteuerte Roaming-Rechnungen
fürchten zu müssen. Dann gilt für das
Daten-Roaming EU-weit automatisch eine gesetzliche
Kostenobergrenze von 50 Euro plus Mehrwertsteuer, in
Deutschland also 59,50 Euro. Selbstverständlich können sich
die Kunden für andere Obergrenzen entscheiden.
Die Europäische Union reagiert damit auch auf Fälle
unerwartet hoher Rechnungen in der Vergangenheit. So erhielt
beispielsweise 2009 ein deutscher Kunde, der in Frankreich eine
TV-Sendung heruntergeladen hatte, eine astronomische Rechnung
über 46.000 Euro.
Die für die Digitale Agenda zuständige
Vize-Präsidentin der Europäischen Kommission, Neelie
Kroes, sagte: "Wir machen Schluss mit Schockrechnungen
für Touristen und Geschäftsreisende, die mit ihrem
Smartphone oder Laptop in einem anderen EU-Land im Internet
surfen. Außerdem senkt die EU die Kosten der Reisenden
für Roaminganrufe. Ich bin entschlossen, für mehr
Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt der EU zu
sorgen."
Die Kostenobergrenze funktioniert ganz einfach: Die Betreiber
sind verpflichtet, dem Nutzer eine Warnung - beispielsweise per
SMS - zu schicken, sobald er 80 Prozent seiner Kostenobergrenze
für das Datenroaming erreicht hat. Wenn die Obergrenze
erreicht ist, muss der Betreiber die
Mobilfunk-Internetverbindung unterbrechen, sofern der Kunde
nicht ausdrücklich erklärt, dass er die Nutzung
fortsetzen möchte.
Auch das Telefonieren im EU-Roamingtarif wird nochmals
günstiger: Der Höchstpreis für einen ausgehenden
Roaminganruf wird EU-weit von 43 Cent auf 39 Cent pro Minute
(zzgl. MwSt., in Deutschland also 46 Cent) gesenkt, und für
einen eingehenden Anruf dürfen anstatt 19 Cent nur noch 15
Cent pro Minute (zzgl. MwSt., in Deutschland also 18 Cent)
verlangt werden. Der Höchstpreis für das Versenden von
Textnachrichten bleibt bei 11 Cent pro SMS (zzgl MwSt, in
Deutschland also 13 Cent).
Die Preise für aus- und eingehende Anrufe auf Reisen
innerhalb der EU werden somit um 73 Prozent niedriger sein als
2005, als die EU begann, gegen überhöhte Roamingtarife
vorzugehen. Damals kostete einen Deutschen in Frankreich ein
Anruf nach Hause 1,49 Euro - und ein angenommener Anruf das
gleiche.
Vor dem Auslandsaufenthalt sollte man sich jedoch bei seinem
Mobilfunkanbieter versichern, dass man auch wirklich im
automatisch eingestellten Euro-Tarif ist. Hat man sich für
eine andere, vom Anbieter vorgeschlagenen, Auslandsoption
entschieden, können durchaus auch höhere Preise im
EU-Ausland gelten. Auch wenn diese Optionstarife von den
Mobilfunkanbietern oft als günstig und zeitgemäß
empfohlen werden, sollte man genau die Preise und Konditionen
mit dem festgelegten Euro-Tarife vergleichen.
>> Adresse: http://ec.europa.eu/
5. Studie: Telefon-Warteschleife gegen Geld ist ein Auslaufmodell
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner fordert, die Wartezeit in
telefonischen Hotlines kostenfrei zu stellen. Ein berechtigter
Ansatz, denn das Telefon ist der wichtigste Kommunikationskanal
zwischen Verbrauchern und Unternehmen. Das Problem: Im
Durchschnitt bezahlen die Verbraucher anderthalb Minuten lang
teils hohe Telefongebühren für Pausenmusik, bevor sie
eine menschliche Stimme hören. Dass es auch anders geht,
zeigen kundenorientierte Unternehmen, sie ihre Anrufer deshalb
nicht in kostenpflichtige Warteschleifen schicken, sondern
Strategien etablieren, um unproduktive Wartezeit von vornherein
auszuschalten. Dies zeigt der Wettbewerb "Deutschlands
kundenorientierteste Dienstleister" von Steria Mummert
Consulting, der Universität St. Gallen und ServiceRating.
Für 59 Prozent aller Kunden ist das Telefon erste Wahl,
wenn sie Fragen an ein Unternehmen haben. Eine
übermäßig lange Wartezeit - egal, ob bezahlt
oder kostenlos - führt dabei regelmäßig zur
Verärgerung des Kunden und treibt den Anrufer bei
Wiederholung sogar den Wettbewerbern in die Arme.
Kundenorientierte Unternehmen setzen daher auf eine intelligente
Ressourcenplanung, um Belastungsspitzen aufzufangen. Wichtigste
Voraussetzung für eine bedarfsorientierte Ressourcenplanung
ist dabei eine Analyse des bisherigen Anrufaufkommens. So
stellen sich beispielsweise Versicherungen schon frühzeitig
darauf ein, dass zur Wechselfrist am Jahresende erhöhter
Kommunikationsbedarf zum Thema Kfz-Versicherungen besteht. Mit
Hilfe von Data Mining, einer Auswertung der gesammelten Telefon-
und Unternehmensdaten, lassen sich in allen Branchen Prognosen
für das zukünftige Anrufaufkommen erstellen und so
Lastspitzen frühzeitig identifizieren.
Dadurch können sich die Unternehmen mit verschiedenen
Maßnahmen rechtzeitig darauf vorbereiten. Neben der
Flexibilisierung der Service-Kapazitäten gehören dazu
beispielsweise themenspezifische Schulungen. Die Ansprechpartner
werden darauf vorbereitet, typische Kundenanliegen schneller zum
Abschluss zu bringen.
Lassen sich die Spitzen nicht hausintern auffangen, besteht die
Möglichkeit, mit so genannten virtuellen Call-Centern zu
arbeiten: Bei diesem Verfahren werden Kunden automatisch an ein
externes Call-Center weitergeleitet, das ihre Anliegen
bearbeitet. Mit diesen externen Call-Centern müssen dazu
natürlich vorab Abstimmungen erfolgen und Mitarbeiter
müssen entsprechend geschult werden. Der Vorteil für
den Kunden: Er kann die übliche Service-Nummer verwenden,
ohne erst die Kontaktdaten der Ausweichstelle zu recherchieren.
Der Vorteil für das Unternehmen: Ein temporär
erhöhter Bedarf lässt sich auf diese Weise auffangen,
ohne dass die Fixkosten für Service-Personal steigen.
Komplexe Kundenanfragen werden von spezialisierten
Kundenbetreuern im eigenen Hause betreut.
Doch auch durch diese Maßnahmen lassen sich Wartezeiten
nicht immer vermeiden. Dann gilt es, sie sinnvoll zu nutzen.
Beispiele sind hier die automatische Abfrage von Kundennummer
und Grund des Anrufes, so dass bei der Verbindung mit dem
Mitarbeiter dieser bereits die Kundendaten vor sich hat und
gleich in die Problembehandlung einsteigen kann.
"Voraussetzung für so eine zielgerichtete Kapazitäts- und
Qualitätssteuerung ist ein hochwertiges Customer-Relationship-
Management-System, das eng mit der Kommunikationstechnik
verzahnt wird", sagt Elmar Stenzel, Senior Manager von
Steria Mummert Consulting.
>> Adresse: http://www.steria-mummert.de/
>> Adresse: http://www.unisg.ch/
>> Adresse: http://www.servicerating.de/
6. Primacom: Trotz Insolvenz weitere Investitionen in Sachsen
Die Holdinggesellschaft des Kabelnetzbetreibers, die Primacom AG,
hat beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz angemeldet. Die
Gläubiger hatten zuvor Forderungen von insgesamt mehr als
29 Millionen Euro fällig gestellt, woraufhin Primacom die
Zahlungsunfähigkeit erklärt hatte. Die Tochtergesellschaften der
Holding sind vom Insolvenzantrag nicht betroffen.
Primacom bietet laut eigenen Angaben rund einer Million
Haushalten einen Breitbandzugang an. Trotz Insolvenz investiert
das Unternehmen weiter. So wird in einigen Regionen in Sachsen
derzeit ein neues Kommunikationsnetz für TV, Hörfunk,
Internet und Telefonie aufgebaut. Insgesamt investiert Primacom
in den Orten Großenhain, Laubusch und Lauta rund vier
Millionen Euro und erschließt mit seinem Breitbandkabel
auch erstmals den ländlichen Raum im Freistaat.
Im Raum Großenhain, Gröditz und Pulsen werden rund
9000 Wohnungen angeschlossen - in Laubusch/Lauta kommen noch
einmal 2000 Haushalte hinzu. Während sich die
Ausbauarbeiten in Lauta und Laubusch durch Bundesbahnquerungen
bis tief in das Jahr 2011 hinziehen können, werden in
Großenhain bis Ende 2010 bereits 4000 Wohnungen am neuen
Kommunikationsnetz angeschlossen sein. Insgesamt werden
dafür Tiefbauarbeiten über eine Länge von rund 55
Kilometer notwendig. Für die Arbeiten werden
ausschließlich regionale Baufirmen herangezogen - die
Auftragsvergabe soll noch in den nächsten Wochen erfolgen.
>> Adresse: http://www.tele-fon.de/anbieter/primacom/?id=NL
7. mobook: HSPA-Flatrate mit bis zu 14,4 MBit/s Downstream für 40 Euro
Mobook, die Mobilfunkmarke von Sparhandy, bietet ab sofort auch
ein mobiles Internet mit höherer Bandbreite an. Im Tarif
mobook basic XL kann man für 39,95 Euro im Monat in
ausgewählten Gebieten Downloadgeschwindigkeiten bis zu 14,4
Mbit/s erreichen. Im Upload sind maximal 3 Mbit/s möglich.
mobook nutzt dafür das HSPA+-Netz von Vodafone.
Der neue Tarif erlaubt es dem Nutzer, in ausgewählten
Gebieten mit einer Download-Geschwindigkeit von bis zu 14,4
Mbit/s statt der üblichen 7,2 Mbit/s online zu gehen. Den
dazu erforderlichen UMTS-Stick gibt es außerdem für
null Euro dazu. Ebenfalls positiv ist, dass das Datenvolumen
erst deutlich späte gedrosselt wird, als bei den meisten
anderen mobilen Tarifen. Jeden Monat kann der Nutzer statt
fünf sogar ibs zu zehn Gigabyte versurfen. Wird diese
Grenze überschritten, senkt sich die Bandbreite auf
GPRS-Niveau. Die Vertragslaufzeit des HSPA+-Angebotes
beträgt 24 Monate und kann über die Internetseite von
mobook abgeschlossen werden. Eine einmalige Anschlussgebühr
fällt nicht an.
Optional kann man für zusätzliche 10 Euro im Monat zum
UMTS-Stick noch ein Netbook mitbestellen. Zur Auswahl stehen
verschiedene Geräte von Samsung, Asus, Acer, Fujitsu
Siemens und Sony.
>> Adresse: http://www.tele-fon.de/anbieter/mobook/?id=NL
8. Sat1: UMTS-Webstick mit 500 MB-Pauschale für 9,99 Euro
Für 9,99 Euro einen ganzen Monat online sein - das kann man
ab sofort mit dem Web Stick von Sat1. Der Betrag für das
"Surf-Paket Light" beinhaltet 500 MB Datenvolumen, die
Byte-genau einen Monat lang abgesurft werden können. Sehr
transparent ist dabei eine Balkenanzeige, die das verbrauchte
Volumen jederzeit übersichtlich dokumentiert. Ebenfalls
positiv: Es gibt beim Sat1-Angebot keine Grundgebühr, keine
Vertragsbindung, kein Mindestumsatz und kein Abo. Gefunkt wird
im Netz von Vodafone.
Für den Sat1 Web Stick fallen einmalig 29,95 Euro an.
Bereits enthalten sind, bei Bestellung bis zum 22. Juli, bereits
10 Euro Startguthaben. Die Software installiert sich
automatisch, sobald man den UMTS-Stick in die USB-Buchse des
Laptops oder Netbooks steckt. Eine oft langwierige Freischaltung
der SIM-Karte ist nicht notwendig - man kann sofort das Surfen
beginnen. - Wer bereits einen UMTS-Stick hat, kann eine
SIM-Karte auch ohne Hardware für einmalig 14,95 Euro
erwerben. Auch hier sind bis 22.7. bereits 10 Euro Startguthaben
beinhaltet.
Dem Benutzer stehen verschiedene Prepaid-Surfpakete zur
Verfügung: 99 Cent pro Stunde, 1,99 Euro pro Tag
(zwölf Stunden), 9,99 Euro für einen Monat (500 MB
inkl.) oder für Viel-Surfer 29,99 Euro pro Monat (zwei GB
inkl.) für die nationale Nutzung im Netz von Vodafone.
Genutzt werden kann dabei GPRS und UMTS. Der Sat1 Web Stick
unterstützt HSDPA mit bis zu 3,6 MBit/s im Downstream und
maximal 384 kBit/s im Upstream. - Bezahlt wird wie bei einem
Prepaid-Handy mit dem Guthaben auf dem Sat1 Web Stick. Dieses
kann über die Sat1 Guthabenkarte, Lastschrift,
Überweisung oder Kreditkarte aufgeladen werden.
>> Adresse: http://www.tele-fon.de/anbieter/sat1/?id=NL
>> Adresse: http://www.tele-fon.de/anbieter/vodafone/?id=NL
9. Studie: Nur wenige machen Sicherungskopie von Handy-Inhalten
Nur 13,5 Prozent der Mobilfunknutzer sichern
regelmäßig ihre Handy-Inhalte, und das, obwohl nahezu
jeder zweite (44,8 Prozent) schon mit dem Verlust des
Gerätes konfrontiert war. Dies zeigt eine aktuelle, von
Cellebrite in Auftrag gegebene unabhängige Studie zur
Datensicherung bei Mobiltelefonen. Zwei Drittel der Befragten
wussten zudem nicht, dass es Angebote von Mobilfunkanbietern
gibt, Daten in den Shops sichern bzw. auf neue Geräte
übertragen zu lassen. Daraus ergibt sich ein großes
Potenzial für Mobilfunkbetreiber und -shops, mit
entsprechenden Dienstleistungen die Servicequalität und
damit die Kundenbindung zu erhöhen.
Oftmals ist es nicht der materielle Schaden, der den Verlust
eines Handys so ärgerlich macht, sondern eher die Tatsache,
dass damit auch die persönlichen Inhalte und Kontakte
verloren gehen. Beides wird von den Befragten gleich
schwerwiegend eingeschätzt: 43 Prozent finden den Verlust
der Kontakte schlimmer, 37 Prozent den der persönlichen
Inhalte wie Fotos, Videos oder Kurznachrichten. Hierbei lassen
sich allerdings geschlechtsspezifische Unterschiede ausmachen:
Während Männer eher die Kontakte als wichtiger
erachten (45,6 Prozent), sind es bei den Frauen die
persönlichen Inhalte (45,5 Prozent). Für die
Wiederherstellung der Informationen benötigen 40 Prozent
der Handybesitzer bis zu einer Woche und 26,6 Prozent bis zu
einem Monat. Fast ein Viertel der Befragten gab an, die Inhalte
überhaupt nicht mehr komplett rekonstruieren zu
können.
Die repräsentative Umfrage unter 1.000 Nutzern zeigte zudem,
dass ein entsprechender Backup-Service des Mobilfunkanbieters
sehr positiv gesehen wird. Etwa ein Drittel der Befragten
würde sogar häufiger das Mobiltelefon wechseln, wenn
sich der Datentransfer vom alten auf das neue Gerät
einfacher gestalten würde. Bieten Mobilfunk-Shops diesen
Service an, ist die Mehrzahl der Kunden (42,4 Prozent) bereit,
sechs bis zehn Minuten zu warten, 23,3 Prozent bis zu zwanzig
Minuten und 11,8 Prozent sogar bis zu einer Stunde. Gleichzeitig
ist eine hohe Nachfrage nach Applikationen für das
Mobiltelefon festzustellen: 64,6 Prozent der Befragten
wünschen sich die Installation nützlicher Programme
durch das Shop-Personal.
"Die Ergebnisse der Studie untermauern das hohe
Differenzierungspotenzial für Mobilfunkanbieter durch
neuartige Services am Point of Sale", erklärt Bernhard
Pawlak, Managing Director der Cellebrite GmbH. "Hieraus
ergibt sich eine Herausforderung für die Mobilfunkanbieter,
im Bereich Datensicherung ihre Kunden zu sensibilisieren und
entsprechende Angebote zu entwickeln, um den Kunden einen
Mehrwert zu bieten und die Bindung zu erhöhen."
Auch Internetangebote wie beispielsweise 360.com von Vodafone
oder OVI von Nokia bieten an, Handykontakte, Bilder, Videos und
andere Inhalte im Internet zu sichern. Im Vergleich zur
Sicherung im Handyshop können die Dienste rund um die Uhr
und kostenlos genutzt werden.
>> Adresse: http://www.cellebrite.com/
>> Adresse: http://www.360.com
>> Adresse: http://www.ovi.com/
10. freenet: Mobiler Postpaidtarif mit günstigem Internetzugang gestartet
freenet bietet zusammen mit der eigenen Tochtergesellschaft
klarmobil einen neuen Mobilfunktarif an. Unter dem Namen
freenetmobile gibt es ab sofort ein günstiges
Postpaidangebot im Netz von o2. Eine Grundgebühr, einen
Mindestumsatz oder eine lange Vertragsbindung gibt es nicht.
Wie mittlerweile bei den meisten Discountangeboten üblich,
ist die Mailbox rund um die kostenlos zu erreichen. Die Preise
je Minute in alle deutschen Fest- und Mobilfunknetze betragen
stets 8 Cent. Die Abrechnung sämtlicher Telefonate erfolgt
im 60/30-Takt. Nach der ersten Minute wird also etwas fairer im
30-Sekundentakt abgerechnet. Auch SMS kosten in alle deutschen
Netze 8 Cent.
Günstiger als bei den meisten Mitbewerbern ist hingegen das
mobile Internet. Lediglich 19 Cent je Megabyte fallen hier an.
Simyo, blau oder Fonic verlangen hier 24 Cent. Abgerechnet wird
bei freenet in Blöcken von jeweils 100 kb. Wer
ausschließlich auf dem mobilen Portal m.freenet.de surft,
der zahlt gar nichts. Ein ähnliches Angebot gibt es bereits
von BILDmobil - dort ist das mobile Portal der BILD-Zeitung
ebenfalls im Preis inbegriffen.
Wer nicht für jede Datenübertragung separat zahlen
will, der kann optional für 9,95 Euro im Monat auch eine
mobile Internet-Flatrate buchen. Diese kann allerdings nur vom
Handy aus genutzt werden. Die ersten 500 MB kann man mit mit
einer Bandbreite von bis zu 7,2 Mbit/s nutzen - danach wird die
Bandbreite auf GPRS-Niveau abgesenkt. Die Internet-Flat hat
keine Vertragslaufzeit und kann somit jederzeit zum Ende des
Monats gekündigt werden.
Will man auch per Laptop oder Netbook mobil ins Internet, so
bietet freenet hier eine Datenflat für 19,95 Euro/Monat an.
Hier wird die Bandbreite erst nach einem Volumen von 5 GB
gedrosselt. Die Vertragslaufzeit beträgt drei Monate.
Anschließend kann der Tarif monatlich gekündigt
werden. Die passende Hardware, einen UMTS-Stick, kann man
für einmalig 19,95 Euro optional mit dazu bestellen.
Das Starterpaket kann für einmalig 9,95 Euro erworben
werden. Bis 30. Juni beinhaltet das Paket noch 10 Euro
Startguthaben, welches innerhalb von drei Monaten verbraucht
werden kann. Eine "Administrationsgebühr", wie es
beim Angebot von klarmobil der Fall ist, gibt es laut freenet
nicht. Die Gebühr in Höhe von einem Euro je Monat
fällt bei klarmobil an, wenn man vier Monate lang weniger
als drei Euro im Monat verbraucht.
>> Adresse: http://www.tele-fon.de/anbieter/freenet/mobil/?id=NL
>> Adresse: http://www.tele-fon.de/anbieter/klarmobil/?id=NL
11. Tipp: Bei Bergausflügen gehört das Handy ins Gepäck
Die Empfehlung des Deutschen Alpenvereins (DAV) ist eindeutig:
Das Handy gehört beim Wandern und Bergsteigen in jeden
Rucksack - für den Notfall! So konnte vor wenigen Wochen in
Reit im Winkel (Bayern) ein Wanderer, der sich beim Abstieg in
der Dämmerung verirrt hatte, die Rettungskräfte
alarmieren. Er wurde nach stundenlanger Suche gerettet.
Vor 15 Jahren starteten die Mobilfunkprovider die Aufrüstung
ihrer D1- und D2-Mobilfunknetze für die alpine Notrufnummer
112. Seit zehn Jahren können Bergwanderer im deutschen
Alpenraum unter der Kurzwahl schnelle Hilfe anfordern, und zwar
über die jeweils stärkste Netzverbindung. 112 hat sich
mittlerweile in heute 27 europäischen Ländern als
einheitlicher Euro-Notruf durchgesetzt - somit auch im gesamten
Alpenraum. Laut EU kennen 31 Prozent der Europäer die 112
als ihre einheitliche und kostenfreie Notrufnummer.
Im Gebirge kann der schnelle Notruf über das Handy
lebensrettend sein, denn in den Bergen ist die nächste
Hilfe oft weit weg - ohne Telefonverbindung müssten Helfer
bis zur nächsten Hütte oder bis ins Tal laufen, um
Retter zu alarmieren. Rund 3500 Bergunfälle zählte
etwa 1994 die bayerische Bergwacht unter diesen erschwerten
Bedingungen. Daher startete bereits 1995 der Ausbau für ein
lückenloses Notrufsystem der beiden deutschen
Mobilfunknetze - zunächst im Alpenraum. Zum Start der
Sommersaison im Mai des Jahres 2000 erfolgte der Abschluss der
Ausbauten. Seither können auch in vielen Gipfelregionen
Rettungsdienste direkt am Unfallort alarmiert und Ersthelfer
telefonisch betreut werden.
In den vergangenen Jahren haben sich alle Alpenregionen zu
gefragten Touristik- und Freizeitregionen entwickelt. Allein in
Bayern und Österreich verbringen über zehn Millionen
Menschen jährlich ihre Freizeit in den Bergen. Bei rund
drei Viertel aller Notfälle in den Bergen wird bereits per
Handy Hilfe geholt, so der Deutsche Alpenverein. Die Helfer
erleben Dramatisches - sogar im Bayerischen Wald: Hier verirrten
sich im Februar in der tief verschneiten Landschaft ein Mann und
seine 31jährige Begleiterin sowie deren achtjähriges
Kind. Ihr Anruf führte zu einer Suchaktion mit 70 Helfern.
Weder Hubschrauber noch Motorschlitten konnten bei schwierigster
Witterung eingesetzt werden - mit Schneeschuhen und Skiern
suchten die Retter fünf Stunden lang, bis sie die
völlig erschöpften Vermissten bergen konnten.
Im Notfall lässt sich mittlerweile europaweit über
jedes Festnetztelefon oder Handy direkt eine Verbindung zur
Kurzwahl 112 herstellen. Das Mobiltelefon muss dazu lediglich
angeschaltet werden und über eine gültige SIM-Karte
verfügen. Das Handy sucht sich automatisch das
stärkste zur Verfügung stehende Netz. Ist die
Verbindung schwach oder muss es schnell gehen, kann man ohne
Eingabe der PIN-Nummer direkt die Notrufnummer 112 eingeben. Der
Alpenverein betont aber zugleich, dass jeder Bergwanderer
verantwortlich handeln sollte - jede Tour nach Können,
Erfahrung, Fitness und mit sachgerechter Ausrüstung geplant
werden sollte. Für unvorhersehbare Notsituationen ist
hingegen die Notrufnummer 112 ein wichtiger Teil der
Rettungskette und eine wegweisende Gemeinschaftslösung der
Mobilfunkprovider.
>> Adresse: http://www.sos112.info/
>> Adresse: http://ec.europa.eu/112
tele-fon.de Team wünscht Ihnen alles Gute und viel Spass beim (günstigen) Telefonieren!
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